Unabhängigkeit
Fast alle Yogastudios, auch in Leipzig, laufen heute über Plattformen wie Urban Sports Club: Die Leute haben ein Plattform-Abo, kaufen sich damit schier unendliche Möglichkeiten und üben heute hier, morgen dort. Wir nicht. Seit 2026 sind wir bei keiner Plattform mehr, wer bei uns übt, bucht direkt bei uns, und genau dafür steht der Name. Klingt nach einer Formalie. Für deine Stunden ändert es viel.
Ein Schritt, der größer war, als er aussah
Seit unserer Gründung 2018 ist unser Studio ein Ort für Menschen, die wiederkommen – in der Anfangszeit kannte Flo wirklich jede:n Schüler:in mit Namen. Später kamen die von den Krankenkassen bezuschussten 10-Wochen-Kurse hinzu und ein solidarisches Preissystem. In der Pandemie zeigte sich der Zusammenhalt so deutlich wie nie: Wir bauten ein Online-Angebot auf, das viele durch diese schwere Zeit trug, und unsere Schüler:innen unterstützten uns mit ihren Membership-Beiträgen, auch als kein Unterricht vor Ort stattfand. Rückblickend war die Zusammenarbeit mit den Plattformen ein Irrweg, sie passte nie zu uns. Bevor wir selbst in diese Abhängigkeit geraten konnten, haben wir uns von Urban Sports, ClassPass und Wellhub getrennt, und seit dem 24. August 2026 tragen wir den Namen, der auch nach außen zeigt, wofür wir stehen. Im Grunde war es eine Rückkehr zu dem, womit wir angefangen haben. Wie viel sich daraus ergeben würde, war in dem Moment trotzdem noch nicht zu sehen.
Wenn Menschen bleiben
Dann verändert sich ein Studio. Die Lehrerin sieht, dass du heute zum ersten Mal ohne Klotz in die Vorbeuge kommst, und freut sich mit dir, weil sie weiß, wie lange du daran gearbeitet hast. Am Teetisch sitzen Leute, die sich nur von der Matte kennen und trotzdem wissen, wie es dem anderen gerade geht. Nebeneinander liegen die Studentin, die im Frühjahr angefangen hat, und der Rentner, der seit Jahren dienstags kommt, und irgendwann kennen sie sich beim Namen. Wenn du ein paar Wochen weg warst, weil das Leben gerade voll ist, freut sich jemand, dass du wieder da bist. Und wer zum ersten Mal kommt, wird oft von jemandem begrüßt, der vor ein paar Jahren selbst zum ersten Mal da war. So etwas wächst langsam, an einem Ort, der dafür gebaut ist, dass Menschen wiederkommen. Darauf haben wir von Anfang an gesetzt, und seit der Entscheidung richten wir alles danach aus, jede Stunde, jeden Kurs und jede Regel.
Was möglich geworden ist
Vieles davon gab es im Kern schon immer. Seit uns keine Konzernlogik mehr in eine andere Richtung zieht, bauen wir es als Team konsequent weiter.
Stunden, die aufeinander aufbauen
Regeln, die zu Menschen passen
Eine Geschichte, die weitergeht
Kurse, die Verbindlichkeit brauchen
Vierter Termin
Hochsommer im Independent Outdoor, prasselnder Regen auf dem Zeltdach, und keiner geht. Im Mai kannten sich die meisten hier noch nicht. Jetzt reicht jemand der Nachbarin eine Decke, ohne zu fragen, und nach der Stunde sitzen alle noch zusammen unter dem Dach, reden und warten, bis der Regen nachlässt. Als er aufhört, radeln sie trocken nach Hause.
Florian Ferger, Inhaber und Geschäftsführer -Jede Woche habe ich in meinen Stunden unterrichtet, nicht reflexhaft auf jeden Reiz zu reagieren, sondern aus der eigenen, stabilen Mitte heraus zu handeln. Aber als Studio haben wir genau das lange Zeit nicht getan: Die Stunden wurden kürzer, weil es im Markt eben so lief. Unser Unterricht wurde austauschbarer, damit auch die "heute hier, morgen dort"-Schüler:innen abgeholt wurden. Und wir haben mitgemacht. Die Trennung von den Plattformen war am Ende der Schritt, mit dem wir unsere eigene Mitte wiedergefunden haben. Seitdem zwingt uns niemand mehr, Yoga verdaulich zu machen. Wir können es in seiner ganzen Breite unterrichten, als Bewegung, die weitergedacht wird, als mentales Training, das du übst, und als Praxis, die ein Leben begleitet. Möglich gemacht hat das ein Team, das diese Freiheit jeden Tag mit Leben füllt.
Wovon wir unabhängig sind
Wer von einem großen Konzern abhängig ist, der muss nach dessen Regeln spielen. Wovon wir uns befreit haben, liest du hier.
Von Plattformen
Von kurzlebigen Trends
Von Fremdkapital
Von einem einzigen Stil
Man merkt, dass hier vieles bewusst entschieden ist
Nina K.
Independent Yoga erlebe ich als Studio mit hervorragend ausgebildeten Lehrer:innen, die ihr eigenes Lernen ebenso ernst nehmen wie das Lehren. Besonders schätze ich das große persönliche Commitment gegenüber den Schüler:innen und zur eigenen Unabhängigkeit. Mein Favorit sind die mehrwöchigen Kurse, teilweise mit 90-minütigen Einheiten, die den Themen genug Zeit einräumen.
Alva M.
Ich habe in meiner Jugend im Leistungssport Judo trainiert, und mir war immer wichtig, Sport zuträglicher zu denken. Im Yoga sehe ich einen Bewegungs- und Denkansatz, der völlig frei ist von Kompetitivität. Aus Ausprobieren wurde eine Konstante, und ich bin geblieben.
Sabine H.
Ich gehe so gerne in dieses Studio, weil es mich runterkommen lässt. Das fängt schon bei den Räumen an: Die Einrichtung ist nachhaltig und ohne zu viel Schnickschnack, das hat für mich einen ganz erdenden Charakter. Auch das solidarische Buchungssystem passt dazu, ich halte es für wirklich zukunftsorientiert. Man merkt, dass hier vieles bewusst entschieden ist. Ich fühle mich wohl und gesehen.
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Movement
Movement
Vom Boden aufstehen, ohne die Hände zu benutzen. Hängen, tief hocken, auf den Händen stehen. Movement ist der Teil unseres Yoga, in dem du Bewegungen lernst: kraftvoll, verspielt, mit Grundlagen, Wiederholung und sichtbarem Fortschritt. Ein Körper, der vieles kann, trägt dich leichter durch den Tag. Mehr erfahren
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Mentales Training
Mentales Training
Zwischen einem Reiz und deiner Reaktion liegt oft nichts. Der Satz in der Besprechung, der dich trifft, und du hast schon zurückgeschossen, bevor du es gemerkt hast. Mentales Training dehnt diesen Moment: Du bemerkst die Reaktion, während sie hochkommt – und kannst dich entscheiden, wie du damit umgehst. Aufmerksamkeit ist trainierbar wie ein Muskel. Deswegen sprechen wir von mentalem Training. Mehr erfahren
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Yoga
Yoga
Die Schultern sinken, der Atem wird lang, und du bleibst in der Haltung, auch wenn die Beine brennen. Nicht, um durchzuhalten, sondern weil ein ruhiger Stand die Voraussetzung ist, um klar und aus dir selbst heraus zu handeln. Yoga heißt wörtlich: verbinden. Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit kommen in einer Stunde zusammen, so unterrichten wir es, und daraus kommt alles andere. Mehr erfahren