Ja, und zwar wegen etwas, das leicht übersehen wird: Yoga ist nicht durch bestimmte Formen oder Bewegungen definiert. Viele Haltungen, die heute als klassisch gelten, sind kaum hundert Jahre alt und stammen teilweise sogar aus der westlichen Körperkultur. Was Yoga zu Yoga macht, ist nicht, welche Übungen man macht – sondern wie: konzentriert, mit dem Atem verbunden, im Moment, aus der Balance heraus statt aus der Überforderung. Diese Qualität lässt sich auf jede Bewegung übertragen. Auch auf solche, die den Körper aufbauen, statt ihn abzunutzen.
Florian Ferger - Inhaber und Geschäftsführer
Quellen vielfältiger Bewegungspraxis
Movement steht auf einem Fundament, das seit Jahren von klugen Köpfen entwickelt wird. Hier sind einige, die uns besonders beeinflusst haben: die Movement Culture um Ido Portal, die Bewegung als lebenslange Praxis in ihrer ganzen Breite versteht; das Foundation Training von Eric Goodman, das gezeigt hat, wie sich eine gesunde, tragfähige Grundspannung im Körper aufbauen lässt; das moderne Mobility Training, das Beweglichkeit nicht als passives Dehnen begreift, sondern als aktive, kontrollierte Erweiterung des Bewegungsspielraums – gestützt auf aktuelle Sportwissenschaft. Und aus dem Yoga selbst: die Arbeit von Dr. Ronald Steiner, Sportmediziner und Ashtanga-Lehrer, der zeigt, wie sich traditionelle Praxis und moderne Sportmedizin verbinden lassen. Wir führen diese Ansätze mit dem zusammen, was Yoga ausmacht: Es geht nicht um Leistung, sondern darum, den eigenen Körper differenzierter zu spüren und freier zu nutzen. Movement macht aus Yoga kein Allheilmittel – aber es füllt die Lücke, die das klassische Yoga oft offen lässt.
Für wen ist die Movement Praxis geeignet?
Für alle. Denn von ihr profitieren sehr unterschiedliche Körper. Wer steif ist, wird spürbar beweglicher. Wer sehr beweglich ist, aber wenig Kraft hat, baut in der Beweglichkeit endlich Stabilität auf. Und beide machen dieselbe Erfahrung, die wir immer wieder hören: sich im eigenen Körper plötzlich richtig wohlzufühlen. Dazu kommt etwas, das im Yoga selten geworden ist – das Erlebnis, wirklich weiterzukommen. Sich Bewegungen anzueignen, die vorher unmöglich schienen, ist kein Bruch mit dem Yoga. Es ist selbst ein Yogaweg.